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Eigene Zusammenfassung des Artikels in der NOZ vom 21.06.26, Link: Leerstehende Wohnblocks erfolgreich versteigert

Zwangsversteigerung in Bad Iburg: Wohnblocks für 1,75 Millionen Euro versteigert
Zwei nahezu fertiggestellte Wohnblocks mit zwölf Wohnungen an der Osnabrücker Straße in Bad Iburg standen fünf Jahre leer, bevor sie am Donnerstag im Amtsgericht Bad Iburg zwangsversteigert wurden. Das gerichtliche Gutachten hatte einen Verkehrswert von 1,32 Millionen Euro ermittelt. Die Volksbank Düte-Ems hatte das Verfahren angestoßen, nachdem die Immobilien im Mai 2025 beschlagnahmt worden waren – sie war offenbar auf einem geplatzten Kredit sitzen geblieben. Eingetragen war eine Grundschuld von 2,1 Millionen Euro, die der Käufer jedoch nicht übernehmen musste.
Der gut besuchte Biettermin – rund 40 Zuschauer füllten den Saal – begann mit einem Eröffnungsgebot von 925.000 Euro. Nach lebhaftem Bieterduell zwischen einem Bad Iburger Geschäftsmann, einer Münsteranerin, einem Warendorfer Unternehmen sowie einer Bad Iburger Immobilienfirma fiel der Zuschlag schließlich um 10.49 Uhr für 1,75 Millionen Euro an das Unternehmen aus Warendorf, das damit sofort rechtlicher Eigentümer wurde.
Der Hintergrund der langen Leerstandsgeschichte ist düster: Der Bauträger SH Bau aus Ibbenbüren existiert nicht mehr und wurde wegen Vermögenslosigkeit aus dem Handelsregister gelöscht. Der Gründer wurde 2024 vom Landgericht Münster wegen Sozialversicherungsbetrugs, Steuerhinterziehung und Untreue in 136 Fällen zu über vier Jahren Haft verurteilt – mit einem Gesamtschaden von 4,3 Millionen Euro. Das Urteil hörte er nicht mehr: Er hatte sich nach 25 Verhandlungstagen nach Russland abgesetzt.


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